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"Tag der Versorgung" am OSP mit Partner Bauerfeind
Donnerstag, den 10. April 2008 um 12:26 Uhr
Köln, 10.04.2008

Ein großer Seminarraum in der Zentrale des Olympiastützpunkt Rheinland in Köln diente am vergangenen Montag als orthopädietechnisches Versorgungszentrum: Die Bauerfeind AG hatte Athleten, OSP-Physiotherapeuten und Kooperationsärzte eingeladen, sich über Einsatz und Wirkweise von Bandagen, Orthesen und orthopädischen Einlagen zu informieren. Die Sportler wurden bei Bedarf gleich mit Produkten ausgestattet.

Am frühen Nachmittag ging es in dem kleinen Raum so geschäftig zu wie in einem Bienenstock. Während Joachim Böckelmann, Leiter Medical Technical Support bei Bauerfeind, mit Olympia-Aspirantin Nina Schiffer (Schwimmen) und ihrem Trainer Martin Grabowski die gerade durchgeführte Ganganalyse der Sportlerin auswertete, griff Katja Speth zum Messband. Die Dipl.-Ingenieurin für Technische Orthopädie kümmerte sich um Anna von Harnier. Die Judoka qualifizierte sich bereits im vergangenen Herbst für die Olympischen Spiele. Um sich optimal vorbereiten zu können, hat sie jetzt extra ihr Japanologie-Studium unterbrochen. Der 27-Jährigen wurden unter anderem Kompressionsstrümpfe für den langen Flug nach Peking angemessen. Ein großes Hallo, Glückwünsche, Küsschen und Umarmungen gab es, als Anna Loerper und Clara Woltering den Seminarraum betraten. Die beiden Handballerinnen vom TSV Bayer 04 Leverkusen hatten am Wochenende in Leipzig beim letzten Qualifikationsturnier mit der Frauennationalmannschaft das Ticket für Peking gelöst. Damit sind seit 1996 erstmals wieder deutsche Handballerinnen bei Olympischen Spielen dabei. „Wir können das bis jetzt gar nicht richtig fassen“, flüsterten die beiden Glücklichen, vom Jubeln immer noch ganz heiser. Für die Stimme hatte das Bauerfeind Versorgungsteam zwar nichts im Angebot, aber für die lädierten Schultern und strapazierten Knöchel der Olympioniken gab es die passenden Bandagen.

Schnell versorgt war Judoka Ole Bischof, der schon genau wusste, welche Bandage er benötigte. „Wir sehen uns in Peking“, rief er noch und weg war er. Als Speerwerferin Steffi Nerius und Fußballerin Sonja Fuss durch die Tür kamen, wurde es langsam eng. Mittlerweile kümmerten sich zwar vier Bauerfeind Mitarbeiter um die Athleten, trotzdem kam nicht jeder sofort an die Reihe. Die Wartezeiten überbrückten die Sportler mit Gummibärchen und köstlichem Kuchen, den die Mutter von Sonja Fuss mitgeschickt hatte. Oder sie saßen einfach da und beobachteten das muntere Geschehen – wie Judoka Andreas Tölzer. Der 28-Jährige war bereits in Athen bei den Spielen dabei. Da wurde er Siebter. Für Peking benötigte der 1,93 m große Schwergewichtler (135 kg) neben Bandagen noch Kompressionsstrümpfe. Bei einer Fußlänge von 32,5 cm kam für den stillen Riesen jedoch nur eine Maßanfertigung infrage.

„Der Tag der Versorgung stieß bei unseren Athleten auf eine prima Resonanz“, bilanzierte OSP-Leiter Michael Scharf am Abend bei einem Treffen von Physiotherapeuten, Ärzten und dem Bauerfeind Versorgungsteam. Dabei wurde vereinbart, dass Bauerfeind als Co Partner Deutschland und „Offizieller Ausrüster“ des OSP Rheinland den kooperierenden Physiotherapeuten und Sportmedizinern in den verschiedenen OSP-Außenstellen jeweils ein Sortiment an Bandagen für die Vor-Ort-Betreuung zur Verfügung stellt – sowohl für die schnelle Akuttherapie als auch für Rehabilitation und Prävention. In Verbindung mit Sanitätshaus-Partnern vor Ort ist damit für die Sportler ein optimaler Support mit kurzen Wegen garantiert.



Anna von Harnier mit Bauerfeind-Mitarbeiterin Katja Speth