Der Bau des zweigeschossigen Sportinternat Köln am Olympiaweg direkt in der Nähe des OSP Rheinland, ist beschlossene Sache. Bis zu 40 Nachwuchstalente, davon mindestens 20 Sportler des OSP sollen hier wohnen.

Das neue Sportinternat Köln kann in nächster Nähe zum Rhein-Energie-Stadion am Olympiaweg und somit in direkter Nähe zum Olympiastützpunkt Rheinland gebaut werden. Das beschloss jetzt der Stadtentwicklungsausschuss. Zuvor hatte sich auch die Bezirksvertretung Lindenthal einstimmig für das Haus ausgesprochen. Es entsteht in nächster Nähe zu den denkmalgeschützten Abel-Bauten, die den Haupteingang zum Stadion flankieren, und zwar auf den ehemaligen Tennisplätzen vor der Taxofit-Fußballschule und dem Vereinsheim von Borussia Hohenlind.
Der aus Essen stammende Architekt Lothar Jeromin hat das Gebäude geplant. Seine Pläne sehen den Bau eines zweigeschossigen Gebäudes vor, das den angrenzenden Abel-Bauten ähneln wird, unter anderem durch den roten Backstein und die scharfkantige Form. Das Gebäude wird in zwei Bereiche aufgeteilt werden, einen Wohn- und einen Verwaltungstrakt.
„Kein einziger Baum wird für den Bau des Sportinternats am Olympiaweg geopfert, lediglich die Freifläche wird dort bebaut“, hatte der Leiter des Sportamts, Dieter Sanden, besorgten Politikern und Bürgern vor der Entscheidung des Stadtentwicklungsausschusses versichert. Sanden hatte über das geplante Sportinternat bei einer öffentlichen Veranstaltung im Bezirksrathaus informiert.
Vertreter der Bürger-Interessengemeinschaft Junkersdorf waren besorgt, dass mit dem Internat zu viel Autoverkehr auf den Olympiaweg gezogen werde. Diese Sorge aber konnte Sanden ausräumen, da es sich bei den Internatsbewohnern um Jugendliche handeln werde, die noch keinen Führerschein besitzen. Für das Gebäude sei die Anlage von nur fünf Parkplätzen vorgesehen.
Ursprünglich sollte das neue Sportinternat auf dem Grundstück des ehemaligen Kabinenhauses an der alten Radrennbahn entstehen. Dort aber will die Sporthochschule neue Institute unterbringen, wie Dieter Sanden erläuterte. „Im Gegenzug stellten das Land NRW und die Sporthochschule das Gelände am Olympiaweg zur Verfügung“, erläutert der Amtsleiter. In dem Internat werden bis zu 40 Nachwuchstalente des Spitzensports leben können, die in Köln zur Schule gehen und für ihre internationale Sportkarriere trainieren, unter anderem beim 1. FC Köln, dem KEC und dem Olympiastützpunkt Rheinland (Bild: Architekt Lothar Jeromin)