Rhein-Kreis Neuss · Kreis Düren
LONDON 2012
Fechten: Florett- und Säbelherren im Team nicht zu schlagen
Das deutsche Herrenflorett-Team hat mit dem Sieg beim Mannschafts-Weltcup in La Coruna (ESP) einen gewaltigen Schritt in Richtung London 2012 gemacht.
Peter Joppich, Benjamin Kleibrink, Sebastian Bachmann und Andre Weßels (alle Bundesstützpunkt Bonn) siegten im Finale gegen Vizeweltmeister Frankreich 45:32, revanchierten sich damit zugleich für die schmerzvolle Halbfinal-Niederlage bei der WM in Catania. „Das war sensationell. Eine phantastische Team-Leistung. Die Jungs haben ihre Gegner förmlich deklassiert“, freute sich Bundestrainer Uli Schreck nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen die Franzosen.
Das Erfolgs-Quartett startete mit einem souveränen 45:30-Auftaktsieg gegen Österreich und setzte sich anschließend gegen Japan mit 45:39 durch. Im Halbfinale blieb die USA ohne Chance und unterlag 32:45 gegen Joppich und Co. Jene US-Amerikaner hatten zuvor Italien mit 45:43 aus dem Rennen geworfen, Finalgegner Frankreich eliminierte mit Russland im Viertelfinale einen der größten Mitbewerber Deutschlands um ein Olympiaticket. „Das Ergebnis war heute enorm wichtig und hat uns einen riesen Schritt in Richtung Olympia gebracht“, fasst Uli Schreck den Mannschafts-Weltcup aus deutscher Sicht zusammen. Die Deutschen dürften sich damit auf Platz vier der Qualifikationsrangliste vorgearbeitet haben, stünden somit auf einem direkten Qualifikationsplatz und können ohne Druck beim letzten, noch ausstehenden Weltcup vor heimischem Publikum in Bonn (16.03.-18.03.2012) alles in Sachen London 2012 klar machen.
Die OSP-Säbelfechter Nicolas Limbach im Bild), Max Hartung, Benedikt Wagner und Benedikt Beisheim (alle TSV Bayer Dormagen) lieferten beim Mannschafts-Weltcup in Padua (ITA) ein weiteres Mal eine fehlerfreie Glanzleistung ab.
Für das deutsche Quartett wurde keiner der anwesenden 21 Konkurrenten zur echten Gefahr. Spanien überwand man im Auftaktgefecht schnellen Fußes 45:29. Im Viertelfinale blieb Südkorea ohne Chance und verlor gegen das Team um Nicolas Limbach 26:45. Frankreich forderte im Halbfinale die nach dem verletzungsbedingten Ausfall umformierte deutsche Mannschaft nochmals, zog dennoch am Ende mit 39:45 den Kürzeren. Im abschließenden Finale fand Vizeweltmeister Weißrussland zu keiner Zeit ein Rezept gegen die Deutschen und ging mit 26:45 gegen das Team von Bundestrainer Vilmos Szabo unter. „Großartig“, freute sich anschließend Szabo. „London, wir kommen“, fügt er hinzu. Die deutsche Säbel-Mannschaft ist damit auch rein rechnerisch nicht mehr von einem Qualifikationsplatz zu verdrängen.
Text: DeFB, Bilder: picture alliance














