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29. Oktober 2018

Turn-WM: Deutsche Damen erreichen Teamfinale der WM

Die deutschen Damen stehen im WM-FinaleNach langem Warten haben die deutschen Turnerinnen das Teamfinale der WM erreicht.

Fast 30 Stunden hat es gedauert, dann herrschte endlich Gewissheit und das Finale der besten acht Teams war erreicht. Die Mannschaft aus Großbritannien hatte es noch einmal richtig spannend gemacht und erst mit der letzten Übung am Boden Deutschland den Vortritt gelassen und somit der DTB-Riege den Eintritt in den elitären Final-Klub ermöglicht. "Das war wirklich Nerven aufreibend und hart. Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben. Nun gehen wir mit vollem Elan das Finale an", sagte Cheftrainerin Ulla Koch.

Auch ein Unwetter und eindringendes Wasser samt Stromausfall hatte die deutschen Turnerinnen im Aspire Dome von Doha nicht aufhalten können. Mit einer starken Qualifikation und 161,071 Punkten hatte sich die Riege von Ulla Koch bereits am Samstag (27.10.18) eine gute Ausgangsposition auf das Erreichen des Teamfinals erarbeitet. Elisabeth Seitz erreichte mit ihren 52,798 Zählern zudem das Mehrkampffinale als 16. (Nationen bereinigt) und landete mit 14,566 Punkten am Stufenbarren auf einem starken dritten Quali-Platz.

„Ich bin sehr stolz, wir haben ein super Team mit unseren Athletinnen, Trainern und Betreuern, die alle top gearbeitet haben. An Barren und Sprung war es fast perfekt, an Boden und Balken haben wir zwar ein bisschen Federn gelassen, trotzdem haben die Mädchen toll geturnt“, sagte Ulla Koch direkt nach dem Wettkampf. Elisabeth Seitz war als einzige Mehrkämpferin für Deutschland ins Rennen gegangen und zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Leistung. „Generell lief der Wettkampf sehr gut für uns. Klar, ich wäre lieber ohne Fehler am Balken geblieben, aber ich war sehr froh, dass die anderen dann nach mir so gut geturnt haben“, so Seitz mit Blick über ihren einzigen Fehler, einen Absteiger am Schwebalken.

Der Wettkampfverlauf
Den Auftakt hatten die DTB-Girls am deutschen Paradegerät Stufenbarren. Leah Grießer brachte das Team mit einer guten Übung in den Wettkampf - 13,400 Punkte für die Karlsruherin. Es folgte Sophie Scheder, die nach ihrer langen Verletzungspause ihren internationalen Einstand an den Holmen gab. Die Olympiadritte von 2016 wackelte zwar etwas, kam aber immer noch auf gute 14,068 Punkte. Es folgte Elisabeth Seitz, die stark turnte und ohne Probleme durch die Übung kam. Die Stuttgarterin ließ zwar ihre neue Kombination noch aus, setzte mit 14,566 Zählern aber trotzdem einen hervorragenden Wert und ein deutliches Zeichen für das Finale. Kim Bui machte sodann ihre Sache ebenfalls sehr gut und zeigte eine gute Darbietung samt Tsukahara-Abgang in den perfekten Stand. 14,066 Punkte für sie. Einen guten Gesamtwert von 42,690 Punkten konnte die DTB-Riege damit nach dem ersten Gerät vorweisen.

Nach der etwa 30-minütigen Regenpause in der Wasser durch das Dach der Arena eindrang und Stromausfall zur Folge hatte, "durfte" Eli Seitz am Balken als Erste ran. Die 24-Jährige musste bei der Doppeldrehung leider absteigen und kam auf 11,700 Punkte. Es folgte Sarah Voss, die eine schöne Verbindung aus Menichelli und zwei Spreizsaltos zeigte. Gute 13,133 Punkte erzielte die Kölnerin. Auch Leah Grießer turnte sehr sauber und zeigte sich zudem sehr sicher auf dem zehn Zentimeter schmalen Balken, 13,033 Punkte für Leah. Als Letzte turnte Scheder, die ebenfalls beide ohne Absteiger durch kam und 13,050 Zähler für das Team verbuchte. 81,906 Punkte hatte Deutschland nach dem zweiten Gerät auf dem Mannschaftskonto stehen.

Am Boden startete die elegante Grießer mit 11,733 Punkten und sehr getragener Musik. Sarah Voss folgte mit viel Beat und Schwung, musste aber einmal die Fläche verlassen (12,000). Eine gute Darbietung zeigte dann von Kim Bui. 13,133 Zähler sind ein starker Wert, über den sich die Studentin sichtlich freute. Auch Seitz machte anschließend ihre Sache gut und bekam mit 12,866 Punkten zurecht eine ordentliche Wertung. 119,905 Punkte hatte die DTB-Riege vor dem letzten Gerät Sprung und lag damit bereits gut im Rennen.

Kim Bui ging mit einem Yurchenko-Sprung mit ganzer Schrauben ins Rennen (13,500 Pkt.). Es folgte Scheder mit demselben Sprung und 13,433 Zählen sowie Seitz mit 13,666. Einzig Sarah Voss zeigte ihren Yurchenko mit Doppelschraube (5,4 Ausganswert). Für diesen schwierigen Sprung bekam sie 14,000 Punkte. Das Team bejubelte die 161,071 Punkte ausgelassen.

Quelle: Deutscher Turnerbund / Bild: Picture Alliance

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